In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts brachten einige Reformen in der GKV der PKV einen regen Mitgliederzustrom. 1924 geschah dies infolge der Weltwirtschaftskrise 1923 und der anschließenden Einführung der Rentenmark, die neue Geldstabilität mit sich brachte. 1937 mussten durch Reformen der GKV, die nun auf einen klar umrissenen Personenkreis abstellten, versicherungsfremde Mitglieder aus der GKV ausscheiden. 1945 kam es dann als Folge des 2. Weltkriegs zum vollständigen Zusammenbruch des Sozialsystems, was auch die PKV betraf.
In der sowjetischen Besatzungszone wurden private Krankenversicherungsunternehmen verboten. Die entsprechenden Unternehmen siedelten in den Westen um und erinnerten nur noch durch den Unternehmensnamen an die Herkunft aus dem Osten (z.B. Hallesche oder Mecklenburgische).
Die Gründung des Bizonalen Verbands der PKV im Jahr 1948 führte als Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs Mitte der 1950er zur 3. Zuwanderungswelle in die PKV. Als 1971 die GKV für alle Angestellten geöffnet wurde, führte dies diesmal aber zu einer großen Abwanderung aus der PKV. Auch die Einführung der Pflichtversicherung für Landwirte im Jahr 1972 kostete der PKV weitere Mitglieder.
1989 trat das Gesundheitsreformgesetz in Kraft und bescherte der PKV wieder einen Mitgliederzuwachs. Es führte die Beitragsbemessungsgrenze ein, ab der es Arbeitern und Angestellten möglich war, sich privat zu versichern. Für diesen Personenkreis ist ein Private Krankenversicherung Vergleich besonders wichtig, da die Zugehörigkeit zur PKV dann oft ein Leben lang beibehalten werden muss.